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Oberflächenveredlung

Vor der eigentlichen Oberflächenbeschichtung erfolgt eine Vorbehandlung. Die Vor-behandlung der zu beschichtenden Teile erfolgt in einer 6-Zonen-Spritzanlage. Als chemisches Verfahren wird eine Eisenphosphatierung mit anschließender Passivierung angewandt. Die maximale Teileabmessung ergibt sich entsprechend der grafischen Dar-stellung für die Pulverbeschichtungsanlage. Konkret bedeutet dies:
  Länge: bis 3700mm
  Breite: 800 bis 1000 mm - entsprechend der Teilelänge
  Höhe: 1600 mm

Die Behandlung von Sonderteilen, als Flachteile bzw. Profile, ist bis zu einer Länge von 3700 mm beim Einsatz spezieller Zwischengehänge möglich. Der Transport der Teile erfolgt jeweils mit einem Kettenförderer.

 

Die durchgeführte chemische Vorbehandlung ist nur für die Aufstellung der beschichteten Erzeugnisse im Innenbereich und für die Vorbehandlung von Edelstählen (nur Ent-fettung) zulässig.

Erzeugnisse für die Außenaufstellung aus Baustahl sowie sensimierverzinkte Materialien erhalten eine zusätzliche Passivierung (No-Rinse-Verfahren). Entsprechend den klimatischen Anforderungen durch den Kunden können Mehrschichtpulverungen notwendig werden. Bei Aluminiumerzeugnissen ist eine zusätzliche Passivierung zwin-gend notwendig. Das Aktivbecken 1 wird dabei zur Optimierung des Beizprozesses mit einer fluoridhaltigen Zusatzkomponente angereicht.

 

Für die Pulverbeschichtung stehen folgende technischen Ausrüstungen zur Verfügung:

  • eine Handbeschichtungskabine mit Rückgewinnung
  • eine automatische Beschichtungskabine mit acht Pistolen
  • zwei Pulversprühstände für übergroße Bauteile
  • eine separate Beschichtungslinie, bestehend aus Pulverkabine und Einbrennkammerofen - für spezielle Teilegeometrien

Folgende Pulverqualitäten werden durch uns verarbeitet:

  • auf der Basis von Epoxid- und Polyesterharzen,
  • als Mischpulver oder sortenreine Pulvertypen,
  • als Effektpulver auf der gleichen chemischen Basis, vorzugsweise gebondert.

Folgende Pulverqualitäten dürfen nicht eingesetzt werden: Acrylpulver, Expresspulver und Polyurethanpulver nur nach Prüfung (Caprolactam-Bindung vermeiden).

 

Das Auftragen des Pulvers erfolgt mit Flachstrahldüsen, wobei dem elektrostatischen Prinzip der Pulveraufladung der Vorzug gegeben wird. Als zweite mögliche Pulver-aufladung kommt die Tribotechnik zum Einsatz, hierbei sind erzeugnisspezifische Besonderheiten wie Überbeschichtungen von bereits beschichteten Teilen, sowie spezielle qualitative Kundenforderungen (Bilderrahmeffekte) und komplizierte geometrische Formen der Bauteile ausschlaggebend.

 

Die Ofentemperatur im Pulvereinbrennofen ist in Abhängigkeit der Befüllmenge des Ofens, der Bandgeschwindigkeit und der jeweiligen Pulverqualität für einen Tem-peraturbereich (Objekttemperatur) von 160-200C° bei entsprechender Haltezeit der Pulverqualitäten eingestellt. Damit wird eine ordnungsgemäße Vernetzung bis zu einer Blechdicke von ca. 8mm erzielt.

 

Die Oberflächenqualität wird nach der Einordnung der QIB (Qualitätsgemeinschaft Industriebeschichtung e.V.) beurteilt:

für den Standardbereich > QIB Optik 2: Flächen mit üblicher Anforderung (Betrachtungsabstand mindestens 1,5m bei diffuser Beleuchtung und einer Betrachtungs-zeit von 3 Sekunden) oder nach Kundenvereinbarung